Waldkindergarten – eine Alternative für Naturliebhaber

Der Waldkindergarten ist eine Alternative zu staatlichen und kirchlichen Kindergärten: Fröhliche Kinder bewegen sich  im Wald und lernen das Leben mit den Jahreszeiten kennen. Sie sind immer umgeben von der  Natur: Deshalb achten schon die Kleinsten besonders auf  Pflanzen, beobachten Tiere und freuen sich, dass sie viel toben können. Natürlich sollte die Kleidung des Kindes für jedes Wetter geeignet sein, denn egal ob Schnee, Sonne oder Wind, die Kinder sind in den betreuten Stunden draußen. Manchmal gibt es für den Regen ein Ausweichquartier, wie etwa ein Bauwagen, in dem die Kinder bei Regen Schutz finden.

Ein schwedischer Wald im Sommer

Im Sommer haben Waldkinder besonders Spaß

An diesem Ort lagern auch  Bastelmaterial, Spiele und Gebrauchsutensilien. Kinder zwischen drei und sieben Jahren finden sich in Gruppen von etwa 20 Kindern zusammen und werden von zwei  Erzieherinnen durch den Wald begleitet. Mit Schaufel, Becherlupe und Stöcken ziehen sie  durch den Wald und entdecken ihre Umwelt. Im Rucksack sind Trinkbecher und Brotdose für die kleine Pause. Sie bauen Höhlen, bestimmen Pflanzen und Tiere und lieben jegliche Art von Bewegungsspielen. Mit allen Sinnen erleben sie ihre Umwelt ohne von den Reizen überflutet zu werden. Ihr Immunsystem wird gestärkt und sie kennen nach spätestens einem Jahr den Kreislauf der Natur genau. Eltern und Erzieher vermitteln ein Umweltbewusstsein und die Achtung der Natur. Es wird kein Müll in den Wald geworfen und die Selbstverantwortung gestärkt.

Natürlich gibt es wie im Regelkindergarten  Regeln des Zusammenseins, Konfliktstrategien und auch lautes Schreien ist im Wald nicht angesagt. Im Wald gibt es wie im Kindergarten auch den Morgenkreis, Beschäftigungszeiten, und Mittagessen. Es wird gebastelt, vielleicht mehr mit natürlichen Materialien, und Feste wie Geburtstag und Weihnachten werden hier ebenso gefeiert. Für die Eltern gibt es meist einen Nachteil, die Betreuungszeiten sind kurz. 3- 4 Stunden, abzüglich Fahrzeiten, da kann man kaum einen Job annehmen. Selbstständige müssen überlegen, ob diese Zeit für den Anfang ausrechend für die Arbeit ist. Durch Kontakte mit anderen Müttern  könnte man ja bei der Betreuung der Kinder noch weitere Nachmittage tauschen.  Das schafft jedem mehr Freiheit zum Arbeiten und die Kinder verfestigen ihren Kontakt zu ihren Spielfreunden.

 

Bildquelle (c) genehmigt von Outdoor Momente

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