Urlaubsbericht Müritz

Im vergangen Jahr wollten wir nicht an die See und nicht  ans mehr, sondern an den größten Binnensee in Deutschland, der Müritz. Halt werden einige sagen, der Bodensee ist doch viel größer! Das stimmt, aber wenn man nur den deutschen Anteil des Bodensees rechnet, liegt die Müritz vorn. Wir hatten leider etwas spät gebucht, so dass wir kein Ferienhaus direkt am Wasser hatten, sondern etwa 15 Kilometer von Waren entfernt, wohnten wir in einem Häuschen in Christinenhof. Geschirrspüler defekt, zweites WC nicht nutzbar und so ein paar andere Kleinigkeiten ärgerten uns. Den ersten Abend verbrachten wir in einem Restaurant am Hafen in Waren. Trotz Regen hatten wir einen guten Blick auf Motor- und Segeljachten. Das wollten wir auch und charterten uns ein Motorboot.

An der Drehbrücke in Malchow. Foto: C: Dittmann

Doch vorersten strampelten wir auf der Draisine von Waren nach Schwinkendorf. Tags drauf paddelten wir auf der Müritz mit zwei Booten. Das Frauenboot fuhr kreuz und quer, hatte Wasser im Bootsrumpf, doch wir kamen an der nächsten Marina an. Das war trotz Schwierigkeiten mein persönliches Highlight und das Bier in der Pause schmeckte an diesem Sonnentag besonders gut. Am nächsten Morgen wartete das Motorboot auf uns. Martin hat einen Bootsführerschein und kannte sich mit Booten gut aus. Und schon fuhren wir durch den ersten Kanal in den Kölpinsee. Nach einer Pause an Land und guter Stärkung ging es weiter in den Fleesensee, dann den Malchower See. Dort gibt es eine Drehbrücke, die nur zu jeder vollen Stunde geöffnet wird. Wir nutzen die Zeit, legten an und kauften Kuchen beim Bäcker. Wieder zurück, öffnete sich die Brücke und wir fuhren weiter vom Petersdorfer See zum Plauer See.

An der Hebebrücke in Plau am See. Foto: C. Dittmann

 

Dort gab es eine Hebebrücke, doch wir passten darunter durch. Dann kamen die erste Schleuse und das wir das Boot nur für einen Tag gebucht hatten, kehrten wir um. Auf dem Rückweg änderte sich das Wetter: Die Sonne wurde von Wolken bedeckt und hinter uns begann es zu regnen, wir fuhren dem schlechten Wetter davon. Statt Top trug ich nun Fleecejacke und war froh darüber sie mitgenommen zu haben. An der Drehbrücke hatten wir Glück, denn es war viel Verkehr, so dass wir fünf Minuten nach 5 Uhr noch durch kamen, sonst hätten wir eine Stunde warten müssen. Fast pünktlich, brachten wir das Boot zurück und mussten doch eine Menge Sprit nachzahlen, der Tank war durch unsere weite und teilweise schnelle Fahrt geleert. Nach einem weiteren Badetag hatte der Urlaub auch schon ein Ende.

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