Reisebericht Schottland – Teil 2

Im letzten Artikel schrieb ich über unsere Erfahrungen in Edinburgh. Nach zwei Stunden in Glasgow,  reisten wir weiter mit der Bahn durch die wunderschönen schottischen Highlands. Diese Zugstrecke von Glasgow nach Fort William gehört zu eine der schönsten der Welt. Diese Zugstrecke war für uns ein echtes Highlight der gesamten Reise: die dustere und teils baumlose Landschaft ist einfach wunderschön aber gleichzeitig sehr roh und wild. Imposante Berge, Hirsche mit ihren beeindruckenden Geweihen  sowie dusterer Nebel begleiteten uns durch die Hochländer, die wir so oft im Kino oder Fernsehen gesehen hatten. Die Zugfahrt dauert insgesamt 4 Stunden. Hinweis: Sobald man Loch Lomand erreicht, trennt sich der Zug in zwei Teile, eins fährt Richtung Fort William und das zweite in eine andere!

Eine Dampfbahn in Schottland

Die ‚Harry-Potter-Strecke‘ zwischen Fort William und mallaig ist ein echtes Highlight

Fort William war die erste Enttäuschung unserer Reise in Schottland. Die kleine Stadt liegt am Ufer des Loch Linnhe und gilt als der feuchteste Ort Großbritanniens. Die Stadt in sich bietet wenig – eine Einkaufsstraße, voll mit Outdoor-Shops, Pubs und ein paar Hotels. Wir übernachteten etwas außerhalb der Stadt aber immerhin nur konnten wir das Zentrum innerhalb 10 Minuten zu Fuß erreichen. Nicht das wir viel Zeit im Zentrum verbrachten…der Klischee, dass britisches Essen nicht so gut ist, stimmte hier unzweifelhaft! Aber außer dem schlechten Essen, war Fort William ein guter Anfangspunkt für Wandern in den Bergen. Mit dem Bus fuhren wir jeden Tag irgendwo hin, um neue und atemberaubende Landschaft zu entdecken. Am ersten Tag fuhren wir mit einem regionalen Bus nach Glen-Coe und von dort aus wanderten wir Straßen und Fußwege entlang, die hohe Berge durchquerte. Es regnete fast den ganzen Tag aber trotzdem schafften wir über 25km. Trotz des Wetters war die Erfahrung toll: die Landschaft, die menschen-leere Straßen und Fußwege gaben uns wirklich den Eindruck, wir waren mitteldrin der echten Natur.

Von Fort William aus kann man auch auf ‚ben Nevis‘ – den größten  Berg Großbritanniens wandern. Man sollte aber im Voraus seine

Eine rote Telefonzelle und Berge

Am Anfang unserer Wanderung durch Glen Coe

Route planen, weil die Wetter-Konditionen manchmal ziemlich gefährlich sein können. Noch ein Highlicght diese Reise war die Zugstrecke von Fort William nach Mallaig, die man als Tagesausflug machen sollte. Diese Strecke ist auch als die ‚Harry Potter Strecke‘ bekannt, weil die für die Drehung der Filme genutzt wurde. Man kann sogar mit derselben Dampfbahn fahren aber die kostet wesentlich mehr als mit der normalen.  Am Ende dieser schönen Zugstrecke erreichten wir das Fischerdorf Mallaig. Mallaig wirkte irgendwie typisch Britisch: Fisch and Chips, Eis und rohe Landschaft. Da es hier nicht besonders viel zu tun gab, reichte einen kleinen Spaziergang und leckeres Fischessen in einem Pub. Von Mallaig aus kann man auch mit einer Fähre nach der schönen Insel Skye fahren.

Schottland hat viel zu bieten und wir werden auf jeden Fall wieder hin, um die andere Seite der Highlands zu sehen. Das Ungeheuer von Loch Ness ‚Nessie‘ wird uns bestimmt begrüßen!

 

 

Bildquelle: B Short

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